



Tom May
Tom May – Räume der Seele
Der Künstler Tom Michael May, geboren 1969 in Kirchdorf an der Krems, lebt und arbeitet in St. Konrad, Oberösterreich. Seit 1994 verfolgt er konsequent Ausstellungsprojekte mit dem zentralen Thema Mensch, wobei Malerei und Zeichnung im Fokus stehen.
Tom May gestaltet und experimentiert im Bereich der Bildenden Kunst mit den Medien Malerei & Grafik, Bildhauerei, Performance und Fotografie. Seine Projektgestaltung basiert auf einem prozessbasierten und konzeptuellen künstlerischen Ansatz und ist insbesondere anwendungsorientiert im Bereich der freien Wirtschaft. Ortsbezogene Arbeiten und Installationen entstehen meist in enger Zusammenarbeit mit philosophischen und kulturwissenschaftlichen Ansätzen. Dabei liegt sein Hauptaugenmerk stets darauf, der Idee ihren Raum zu geben, sodass die Geschichte, die dem Werk zugrunde liegt, sichtbar wird.
May beschäftigt sich seit jeher mit dem Zusammenspiel von Raum und Mensch. Besonders die Darstellung des Menschen sowie das Sichtbarmachen innerer Welten prägen sein künstlerisches Schaffen. Für ihn sind Raum und Zeit keine unabhängigen Entitäten, sondern untrennbar miteinander verwoben – ein Gedanke, der sich in seinen Werken widerspiegelt. Der Mensch erfährt den Raum durch Bewegung, und jede Bewegung ist zugleich ein Erleben von Zeit. So wird Raum ohne Zeit ebenso wenig erfahrbar wie Zeit ohne Raum.
Doch jenseits dieser physikalischen Gegebenheiten gibt es eine Dimension, die sich entzieht: die Liebe. Sie kennt weder Raum noch Zeit, sie existiert grenzenlos. In Mays Werken manifestiert sich diese Idee in vielschichtigen Bildebenen, in denen Körper, Räume und Emotionen ineinanderfließen – ein visuelles Echo der unsichtbaren Kräfte, die unser Dasein bestimmen.
Bildserie „LOVE IT OR HATE IT“
Was auch immer die Frage ist, LIEBE ist die Antwort.
Dies ist die beste Antwort auf die Lebenskrise unserer Zeit, in der die Menschen vielfach nur noch das Aus-und Gegeneinander, aber nicht mehr das Wesentliche, das Wunder der Schöpfung sehen.
Unsere Erde soll nicht von materiell denkenden Menschen bestimmt werden, wenn dabei die Geisteswissenschaften verhungern, wenn das Nachdenken über Sein und über Gott aufhört.
Als Künstler darf ich die exakten Wissenschaften etwas vernachlässigen und mich zur Gänze von großen universalen Geistern und dem Geheimnis des Übersinnlichen leiten lassen. Wenn dies auch nie wissenschaftlich belegt werden wird, liegt darin dennoch der Anreiz in meinem Schaffen.
Das technologische Zeitalter macht die Kunst nicht überflüssig und wird auch die Sehnsucht des Menschen nach inneren Werten nicht töten, sondern es schreit geradezu nach geistigem Gegengewicht. Ein ständiges Abwiegen hat spürbar bei vielen Menschen bereits eingesetzt.
Wenn der Mensch abstumpft und seine Fragen im Inneren so wie im Äußeren nicht mehr stellt und folglich seinen Visionen nicht mehr nachkommt, verlieren wir Güte und nicht zuletzt die Liebe, dessen Urkraft aus dem Göttlichen kommt. Denn dies ist der Motor jeder Besonderheit, dort wo materielle Güter allein nie wirklich befriedigen können."
Eine Weltreise durch die Schöpfungsgeschichten und Glaubenssysteme zeigt, wie sich überall auf derWelt Glaubenswerte aus gemeinsamen Ursprüngen entfaltet und dann auseinanderentwickelt haben.
Wie es in dieser Vielfalt eine gegenseitige Achtung vor dem Lebensrecht und der Würde des anderen geben sollte, so sollte es auch eine gegenseitige Achtung vor den Glaubenswerten des anderen geben, eine positive Toleranz, die den anderen in seinem Anderssein schätzt und fördert. Denn auch hier ist das oberste Prinzip der Menschlichkeit die LIEBE, in Ihr finden wir die Antwort.
Solange ich Liebe sehe oder sähe, gibt es Hoffnung.
VITA
Mag.art TOM MAY
1969 geboren in Kirchdorf a. d. Krems
Lebt und arbeitet in St. Konrad/OÖ.
Nach dem Abschluss der Hochbau-HTL Studium der Architektur und Kunst in Linz und Wien bis 1997
Lehrtätigkeit im bildnerischen Bereich bis zum Jahr 2000
Seit 1994 Ausstellungsprojekte zum Thema Mensch, Schwerpunkt Malerei und Zeichnung.















